Schlagwort: Birnengarten

Wir haben einen Imker gefunden!

Wir haben euch doch erzählt, dass wir auf der Suche nach einem Imker waren.
Es hat geklappt!

Unser Imker für den Birnengarten Ribbeck

Letzte Woche haben wir uns mit Ihm getroffen und sind total beeindruckt. Sein umfangreiches Wissen was Bienen angeht hat uns überzeugt und wir kriegen schon bald zwei Bienenvölker in unseren Birnengarten in Ribbeck. Damit geben wir den Bienen nicht nur ein neues Zuhause, sie sind auch uns von immensen Nutzen. Dieser besteht hauptsächlich in der Übertragung des Blütenstaubes durch die Nektar- und Pollensammeltätigkeit dieser Wundertiere.

Die fleissigen Bienchen

Ihr unglaublich dichtes, gefiedertes Chitinhaarkleid und ihre Pollenhöschen an den Hinterbeinen eignen sich hervorragend zur Mitführung von Blütenpollen. Sie können bis zu 12 Millionen Blüten pro Tag besuchen. Durch ihre Fähigkeit der Kommunikation im Volk sind Bienen in der Lage neue und ergiebige Trachtquellen mit genauster Entfernungs- und Richtungsangabe durch Tänze weiterzugeben. Für die Stabilität des Ökosystems und die Vielfalt der Wildflora ist die Honigbiene von großer Bedeutung und da sie auf Nektar und Pollen angewiesen ist, geben wir ihr somit auch einiges wieder zurück.

Es wird immer mehr zum Trend Bienenvölker zur Blütenbestäubung zu „mieten“, jedoch möchten wir diesen außergewöhnlich nützlichen Insekten ein neues und dauerhaftes Zuhause schenken. Durch vermehrten Pestizideinsatz werden die Lebensräume der Bienen immer kleiner, woraus eine abnehmende Bestäubungsleistung resultiert.

Eröffung der Birnengartens

Gerne könnt ihr die Bienen und unseren Birnengarten, natürlich wenn es so weit ist und wir sie erfolgreich in unserem Garten etabliert haben, auch besuchen kommen und weitere Fakten über Bienen und deren Leben erfahren. Nicht vergessen,
am 23. April ist unsere Birnengarteneröffnung
und wir würden uns riesig freuen wenn ihr dabei seid.

Liebe Grüße,
eure Lea

Foto von:
Von Onésime – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Die Streuobstwiese – Bienen, Schafe und Birnen

Birnengarten Ribbeck

Der Birnengarten Ribbeck ist eine klassische Streuobstwiese. Auf der Streuobstwiese stehen die (Birn)bäume so weit auseinander, dass zur Bestäubung der Bienenflug unbedingt notwendig ist.

Eine Streuobstwiese wird in zwei „Etagen“ eingeteilt. Der obere Teil, in dem das Obst wächst, und der untere Teil, das Grasland. Beide „Etagen“ der Streuobstwiese müssen entsprechend gepflegt werden und funktionieren nur im Zusammenspiel mit Tieren und Insekten.

Die „obere Etage“ einer Streuobstwiese bildet die Baumkrone mit der Obsternte und dem Honig der Bienen. Die „untere Etage“ der Streuobstwiese bildet das Gras, auf dem Schafe, Enten, Hühner oder auch Ziegen gehalten werden können. Die „Ernte“ ist die Wolle der Schafe, das Grünfutter für die Tiere, die Milch der Tiere, die Eier und die Federn des Geflügels sowie z.B. das Fleisch der Tiere.

Um für den Birnengarten Ribbeck die richtigen Partner zu finden, habe ich mich für morgen mit einem Imker aus Falkensee und einem Schäfer aus dem Nachbarort Berge im Birnengarten Ribbeck verabredet. Wir wollen dort die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit besprechen. Ich bin schon sehr gespannt. Es geht voran!

Herzliche Grüße

Euer Rafael Kugel

Der Birnengarten in Ribbeck – jetzt gehts los!

Im Herbst 2016 konnte ich den Birnengarten in Ribbeck übernehmen. Nun steht das Frühjahr vor der Türe und wir sind fleissig dabei zu planen, wie wir den Birnengarten wieder instand setzen können.

Als erstes steht eine Bestandsaufnahme vor Ort in Ribbeck an. Diese werden wir diese Woche machen und davon berichten 🙂

Grundsätzlich ist zu überlegen, wie der Birnengarten zukünftig aussehen soll und welche Funktion er in Ribbeck haben soll. Der Birnengarten ist als klassische Streuobstwiese angelegt. Die Bäume sind im Raster von ca. 10 Metern gepflanzt. Durch den Birnengarten führen Wege, über die man zu jedem Baum gelangen kann. Die Wege sollen zukünftig regelmäßig gemäht werden. Das Gras dazwischen soll mehrmals im Jahr geschnitten werden bzw. von Schafen beweidet werden.

Der Birnengarten soll als Streubstwiese erhalten und gepflegt werden. An jedem Baum sollen Informationen über die Sorte etc. verfügbar sein. Die Kommunikation soll durch erweiterte Informationen hier über diese Internetseite ergänzt werden. Der Birnengarten soll den Besuchern von Ribbeck folgende Themen näher bringen:

  • Vielfalt der Birnensorten
  • Geschichte des Birnenanbaus
  • traditionelle Anbauweise auf Streuobstwiesen
  • Vielfalt der Birnenprodukte
  • kulturelle Bedeutung der Birne

Zudem soll der Birnengarten als Ort für Veranstaltungen, Picknicks oder einfach nur zum Verweilen und Ausruhen da sein.

Um den Birnengarten entsprechend sach- und fachgerecht instand zu setzen und zu pflegen, benötigen wir einen Sanierungsplan sowie einen Pflegeplan. Diese werden wir in der kommenden Zeit herstellen.

Ich freue mich sehr auf diese tolle Aufgabe und freue mich über Kommentare, Anregungen und Diskussionen rund um dieses Thema hier auf dieser Website.

Herzliche Grüße

Rafael Kugel

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24. Oberösterreicher Weinbirne

Von wo stammt sie?
Die Oberösterreicher Weinbirne stammt ursprünglich aus Kärnten. Erstmals vorgestellt wurde sie 1888 bei der Reichsausstellung in Österreich und im Anschluss stark verbreitet. Hauptsächlich wird sie in Österreich, Süddeutschland und in der Schweiz angebaut. Sie ist auch unter den Namen „Kärntner Speckbirne“, „Zitronengelbe Mostbirne“ oder kurz „Oberösterreicher“ bekannt und gehört zu den Mostbirnen. Überwiegend im Streuobstanbau prägt die Oberösterreicher Weinbirne die Landschaft.

Wie schaut sie aus?
Die Früchte sind groß und kreiselförmig. Die glatte Schale ist bei Reife grün bis zitronengelb, ohne eine Deckfarbe und ist mit zahlreiche Lentizellen übersät. Der Fruchstiel ist lang, holzig und halbseitig grün in ausgeprägter Vertiefung. Der Kelch ist offen und in einer mitteltiefen Grube versteckt. Schmale Blättchen ragen heraus, die alle an der Basis miteinander verwachsen sind. Das gelblichweiße, grobzellige Fruchtfleisch schmeckt sehr süß, mit einer Weinnote.

Besondere Baumeigenschaften?
Diese Birnenbaumsorte hat einen starken Wuchs und bildet in der Jugend eine breite pyramidale Krone. Im Vergleich zu anderen Baumarten, wird diese Sorte nicht sehr alt (bis 100-150 Jahre). An den kräftigen Ästen hängen die grau-grünen, filzigen Jahrestriebe. Die Laubblätter sind rund mit gesägtem Blattrand. Sie stellt keine großen Ansprüche an die Lage oder den Boden, jedoch ist der Ertrag an vielen Standorten eher unbefriedigend. Die Sorte eignet sich nicht als Befruchter und der Baum ist stark anfällig für Feuerbrand. Die Blüten fangen bereits im früher Alter an zu blühen und entwickeln eine auffallend große und wildlederartige Knospe. Jedoch sind auch diese stark Witterungsanfällig.

Wann wird sie geerntet und wie lange lässt sie sich lagern?
Reif ist die Frucht Mitte Oktober, wo sie dann auch gleich gepflückt wird. Lagert man die Birne gut, so hält sie sich bis Ende November. Der Frischverzehr ist natürlich am meisten zu empfehlen, jedoch kann die Birne auch sehr gut weiterverarbeitet werden.

***** Und nicht zu vergessen! MERRY CHRISTMAS ! *****

Bild von:
Von Wamito – Eigenes Werk, Gemeinfrei, wikimedia.org

21. Grüne Sommermagdalene

Wo kommt sie her?
Die Grüne Sommermagdalene ist bereits eine sehr alte Birnensorte. Sie soll um 1600 in Frankreich als Zufallssämling entstanden sein. Es gibt sie in zwei Formen, einmal platteiförmig und zum anderen birnförmig. In Frankreich ist die Sorte unter dem Namen „Poire Madelein“ bekannt.

Wie sieht sie aus?
Die Frucht der grünen Sommermagdalene ist klein, meist eiförmig, an Kelch- und Stielseite abgeflacht und in seltenen Fällen kreisel- bis birnförmig. Die Schale ist glatt, grün bis gelblichgrün mit einer geringen Berostung. Diese sind teils Punktförmig, teils Rostfiguren. Der Kelch ist offen, mittelgroß, mit gut ausgebildeten, aufrechtstehenden Kelchblättchen und meist einer leichten Berostung. Der Stiel ist im Vergleich zur Frucht ziemlich lang, ist holzig, und oft durch eine Fleischwulst zur Seite gedrückt. Er wird fruchtwärts meist dicker und besitzt oft eine knospige Verdickung. Das Fruchtfleisch ist grünlich- bis gelblichweiß, sehr saftreich, schmelzend, süß säuerlich im Geschmack mit feiner Würze.

Irgendwelche besonderen Baumeigenschaften?
Der Baum der grünen Sommermagdalene wächst anfangs kräftig in die Höhe und bildet eine leichte pyramidale Krone. Das Holz ist leider relativ brüchig. Die Ansprüche an Boden und Klima sind im Allgemeinen sehr gering. Er gedeiht sowohl im warmen, kühlen als auch rauhen Anbaugebiet. Die Blüte blüht bereits mittelfrüh ist ist gut widerstandsfähig gegen Blütenfrost.
Wann gepflückt wird, wird je nach Standort des Anbaugebiets entschieden. Im warmen ca. Mitte Juli und im kühlen Ende Juli bis Anfang August. Durch das brüchige Holz ist nur eine sehr vorsichtige Ernte möglich, um Astbruch zu vermeiden.


Wann kann man sie verzehren muss man sonst etwas beachten?

Mitte Juli setzt die Genussreife ein und die Früchte können verzehr werden. Haltbar sind sie leider nicht gerade lange, daher eignen sie sich super zum Sofortverzehr. Der Ertrag am Baum setzt früh ein und ist jedes zweite Jahr auch sehr hoch. Sie gilt als eine der ersten sehr geschmackvollen Sommerbirnen im Jahr.

20. Chanticleer

Wo kommt die Chanticleer her?
Übersetzt bedeutet „Chanticleer“ auf Deutsch „Chinesische Wild-Birne“. Wie man sich dann schon denken kann, ist diese Birnensorte in China beheimatet. Rund um den geschichtlichen Hintergrund gibt es leider kaum Informationen. Auch als Stadtbirne ist sie allgemein bekannt, da der Baum in vielen Städten am Straßenrand steht.

Wie schaut sie aus?
Die Chanticleer ist die erste Birnensorte die wir hier beschreiben, bei der man nicht sehr viel zum Aussehen der Frucht sagen kann, da die Birne nur sehr klein ist und nicht für den Verzehr angebaut wird. Sie ist ca. 1 cm dick, ziemlich kugelförmig und besitzt einen langen verholzten Stiel. Rundherum sehr unattraktiv. Anders aber der Baum der Chanticleer, der in vielen Städten den Straßenrand ziert.

Besondere Baumeigenschaften?
Es ist nur ein kleiner Baum, ca. 8-12m hoch und bis zu 5m breit. Er besitzt eine schmal kegelförmige Krone, eine durchgehende Stammverlängerung und aufrechte Seitenäste. Die Blätter sind eiförmig bis ründlich, vorne kurz zugespitzt und ca. 8-12cm lang, sowie 8cm breit. Sie sind glänzend dunkelgrün in der Grundfärbung, im Herbst jedoch gelb, orange, scharlach und purpurn. Die Laubfärbung im Herbst setzt jedoch erst relativ spät, gegen Ende November ein. Die Blüten des Baumes sind strahlend weiß, ca. 2cm breit und erscheinen sehr zahlreich. Ein sonniger Standort des Baumes wirkt sich positiv auf das Ausreifen der Früchte, sowie die Herbstfärbung aus. Ansonsten ist Chanticleer sehr anpassungsfähig, die Sorte wächst auf nahezu jedem Boden und auch trockene Standorte werden akzeptiert. Ein tiefreichendes Wurzelsystem sorgt für eine gute Hitzeverträglichkeit und macht den Baum unempfindlich gegenüber Luftverschmutzung. Sehr vorteilhaft in Städten.

18. Concorde

Concorde – Birne der Zukunft?
Das Birnensortiment in Deutschland beschränkt sich je nach Region auf wenige alte Sorten. „Williams Christ“, „Alexander Lucas“ und die „Conference-Birnen“ sind wahre Klassiker. All diese Sorten sind uralt und stammen mindestens aus dem 18. oder 19. Jahrhundert. Es gibt nur wenige Neuheiten, doch in den letzten Jahren ist ein wenig mehr Schwung in der Züchtung aufgekommen. Die Concorde ist eine der Birnensorten, die neuerdings stark im Gespräch ist.

Wo kommt sie her?
Concorde ist eine Birne die 1977 in der Forschungsanstalt East-Malling (England) durch eine Kreuzung der Sorten Conference und Vereindechantsbirne“ entstand. Seit 1980 ist sie im Handel erhältlich und kämpft sich seit jeher an die Klassiker im Birnensortiment von Deutschland ran.

Wie schaut sie aus?
Die Birnensorte ist mittelgroß bis groß, ist flaschenförmig länglich mit Bauch und hat eine relativ raue Schale. Diese ist ziemlich trocken und ist mit kleinen Berostungen befleckt. Die Grundfärbung ist grün bis grüngelb und das Fruchtfleisch ist sehr knackig, halb schmelzend, saftig süß mit nur wenig Säure. Ein sehr angenehmer Geschmack, leicht nach Melone, mit fabelhafter Würze.

Gibt es besondere Baumeigenschaften?
Diese Birnenbaumsorte wächst sehr aufrecht, mit nur wenig Verzweigungen. Mit ihrem Wuchs wächst sie sogar etwas steiler als die Conference und für ein optimales Produktionsniveau muss der Baum teilweise etwas auf Trieb beschnitten werden. Der Baum bevorzugt eher warme Lagen, nährstoffreichen Boden und eine Zusatzbewässerung. Die Blüte des Birnenbaumes blüht mittelspät zwischen der Conference und Vereinsdechant. Die Reifezeit setzt Mitte September ein, ca. eine Woche nach der Conference.

Wie ist der Ertrag und wie lagert man die Birnen?
Der Ertrag setzt bei der Concorde schon relativ früh ein, er ist regelmäßig und hoch. Um die gute Fruchtgröße halten zu können muss der Baum ausgedünnt werden. Ähnlich wie die Conference kann die Concorde im Naturlager ca. 1-2 Monate und im Kühllager etwa 5-6 Monate gelagert werden.

Foto von:
Von manfred.sause@volloeko.de – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, wikimedia.org

16. Madame Verté

Wie schaut sie aus?
Sie ist mittelgroß, dickbauchig am Kelch und länglich Birnenförmig. Ihr Stiel ist grün, sehr lang und meist gerade.
Der Kelch ist mittelgroß mit herausgeklappten braunen Blättchen. Die Schale ist sehr rau, trüb gelb und auf der sonnigen Seite matt geröstet.
Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß, angenehm süß im Geschmack mit gutem würzigem Aroma.

Besondere Baumeigenschaften?
Der Wuchs des Baumes ist mittelstark und Buschartig. Sie werden in etwa 2-3meter breit und 2-4meter hoch.
Die Birnenbaumsorte ist ein guter Pollenspender und ist ideal für Spaliere. Beim Boden reicht auch ein normaler lockerer Gartenboden völlig aus und der Standort sollte halb im Schatten, halb in der Sonne liegen.

Wann kann man die Frucht verzehren und was kann ich alles daraus machen?
Im Oktober wird die Frucht geerntet, kurz darauf ist sie Genussreif und eignet sich super für den Frischverzehr.
Sie ist eine klasse Tafelbirne und auch zum weiter verarbeiten nützlich.
Tolle Birnenkuchen, Obstsalate, Birnensäfte und vieles mehr können aus ihr hergestellt werden.

Wie lange kann man sie lagern?
Gelagert hält sich die Birne ungefähr von Oktober bis Februar. Das Lager muss schön kalt sein, so um die 0°bis-1°.

14. Gellerts Butterbirne

Wo kommt sie her?
Ursprünglich stammt diese Sorte aus Frankreich. Sie wurde 1820 von einem gewissen M. Bennet gezüchtet und erlangte unter dem Namen „Beurré Hardy“ große Bekanntheit in Frankreich. In Deutschland ging sie als Gellerts Butterbirne, nach dem Liebdichter Gellert, ab 1838 in den Handel.

Wie schaut sie aus?
Sie ist groß, manchmal sogar sehr groß. Meist besitzt sie eine schwach längliche kegelstumpf- oder kegelförmige Form, ist kelchbauchig und stielwärts einseitig eingezogen. Ihre Schale ist leicht rau trocken und derb im Geschmack, was beim Genuß etwas störend sein kann. Ihre Grundfärbung wird im Laufe ihrer Reife von grünlich bis ockergelb übergehen und auf der sonnigen Seite ist sie meist etwas braunrot befleckt. Die Schale ist oft mit einer zimtbraunen Berostung überzogen, jedoch nur bei Früchten die nicht im Schatten hängen. Der Kelch ist geöffnet,  relativ tief und besitzt kleine Zipfel die nach außen geklappt sind. Der Stiel ist nur sehr kurz und ziemlich dick und in der Regel ist er durch eine Fleischwulst leicht zur Seite gedrückt. Das Fruchtfleisch ist gelblich-weiß, zart schmelzend, sehr saftreich und herrlich süß.

Welche Baumeigenschaften liegen vor?
Diese Birnenbaumsorte gehört zu den am stärksten wachsenden Bäumen und wird in vielen Baumschulen oft zur Veredelung anderer Sorten verwendet. Er bildet einen kräftigen, geraden Stamm und seine Krone wächst ebenfalls steil aufrecht. Er besitzt keine allzu großen Ansprüche an das Klima und den Boden. Es sei nur darauf zu achten, dass der gewählte Standort etwas Windgeschützt und der Boden nicht zu trocken ist.

Wann werden die Früchte gepflückt und wann kann man sie verspeisen?
Gepflückt wird bereits einige Tage vor der Baumreife, also Anfang bis Mitte September. Die Genussreife tritt in etwa 1-2 Wochen nach der Baumreife ein und die Früchte sollten bis spätestens Ende Oktober verbraucht werden.

Wie lagert man die Früchte am Besten?
Diese Sorte ist eher für den Sofortverzehr geeignet, das liegt daran, dass die Früchte sich im Naturlager nur bis zu 3 Wochen halten. Man kann zwar die Früchte etwas eher pflücken, aber das geht nur auf Kosten der Qualität.

Ist sonst noch etwas zu beachten?
Die Sorte ist schorf- und krebsanfällig, sowie schwefel- und kupferempfindlich.

Bild von:
Von Glysiak – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, wikimedia.org

13. Williams Christbirne

Woher kommt sie?
Der älteste Nachweis dieser Birnensorte reicht bis nach England 1770 zurück. Sie wurde nach dem Baumschüler Williams benannt, der nicht nur im Garten sich sehr fleißig zeigte. William war sehr engagiert in der Kirche und so bekam die Birne den Beinamen „Guter Christ“.

Wie schaut die Birnensorte aus?
Die Birne an sich ist mittelgroß, gedrungen birnen- bis glockenförmig und ihr Fruchtfleisch ist fein schmelzend mit einem sehr charakteristischen Geschmack. Ihre Schale ist gelb-grün gefärbt und auf der Sonnenseite leicht orange. Um den Kelch herum tritt oft eine Berostung auf. Diese Birnensorte ist diploid, das heißt sie braucht eine andere Sorte zur Befruchtung. In Frage kommen da die Konferenzbirne, die Gellerts Butterbirne und Clapps Liebling.

Irgendwelche besondere Baumeigenschaften?

Die Birnenbaumsorte wächst mittelstark und bildet einen pyramidale, sparrige Krone. Die Blätter sind relativ groß, am Rand schwach gesägt und aufwärts gebogen. Auffällig bei dieser Birnensorte ist, dass selbst die jungen Bäume bereits sehr früh Früchte tragen.

Wann kann ich die Birne genießen und wozu kann ich sie verwenden?
Geerntet wird sie ca. Ende August und die Genussreife tritt dann etwa Mitte September ein. Sie ist als Tafelost, Konserve und zur Herstellung von Ostbrand und Likör sehr gut geeignet.

Foto von:
Von –Atamari 22:41, 13 August 2005 (UTC) – selbst fotografiert am 13. August 2005, CC BY-SA 3.0, .wikimedia.org