8. Kongressbirne

Wo kommt sie her?
Gezüchtet wurde die Birnensorte im Jahre 1852 vom Obstzüchter Morel in Lyon. Ihren Namen „Souvenir du Congress“ verdankt sie dem Gedenken an den internationalen Pomologenkongress 1867 in Paris.

Wie schaut sie denn überhaupt aus?
Die Birnensorte fällt durch ihre Größe und ihre Form besonders auf. Die Frucht ist sehr groß, ist unregelmäßig geformt und ist auf der gesamten Oberfläche verbeult. Ihre Schale ist glatt, dünn glänzend. Zur Baumreife besitzt sie eine gelblichgrüne Färbung, welche zur Genussreife in eine grünlichgelbe Färbung übergeht. Verstreute Rostflecken geben ihr ihr typisches Aussehen. Der Kelch besitzt eine halboffene bis offene Öffnung, ist klein, die Blättchen stehen aufrecht und sind zurückgeschlagen. Der Stiel ist kurz, dick und verholzt. Meist wird er von einer Fruchtfleischwülst umzogen die noch dazu stark berostet ist. Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß, ist sehr saftig süß, hat jedoch kaum Aroma und kann bei falschem Standort fad mehlig und rübig schmecken.

Besitzt diese Sorte besondere Baumeigenschaften?
Der Baum bildet in seiner Jugend eine pyramidale Krone, später neigen sich die Äste jedoch infolge der Schwere der Birnen auseinander. Für eine komplette Ausschöpfung des Ertragspotentials benötigt der Baum einen nährstoffreichen Boden. Feuchte, warme und windgeschützte Standorte bis zu einer Höhe von 200-300 sind die Idealen Anbaugebiete für diese Sorte. Die Blüte bleibt nicht lange am Baum und weist eine gewisse Frost- und Witterungsempfindlichkeit auf.

Wann kann ich meine Birnen pflücken und wann verzehren?
Anfang bis Mitte September sollte man die Birnen relativ schnell alle ernten. Wartet man zu lange, werden die Früchte teigig. Die Genussreife erreichen sie dann Mitte September bis Anfang Oktober.

Wie lange halten sich die Birnen und wozu kann ich sie verwenden?
Selbst bei einer kühlen Lagerung halten sich die Früchte nur 8-12 Tage. Dementsprechend eigenen sie sich am Besten für den Frischverzehr und für den Haushalt.

Sonstiges?
Der Baum weist manchmal bei ungünstigen Bodenverhältnissen eine gewisse Schorfanfälligkeit auf. In besonders strengen Wintern kann der Baum auch erfrieren.

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